2011 – Wenn’s die Bäume könnten klagen …

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Unter diesem Titel gestaltete am Sonntag, 6. Februar um 17 Uhr in der Martinskirche in Müllheim das Vokalensemble Müllheim mit Oliver Wehlmann am Klavier unter der Leitung von Anette Hall ein Konzert mit romantischen- und spätromantischen Chorliedern.

Eckpunkte des Programms bildeten zwei Liedersammlungen von Antonin Dvorak und Gustav Jenner, denen beide folkloristische Texte zu Grunde liegen, aber auch Verbindungen zu Brahms aufweisen. Brahms verhalf  Dvorak mit den Klängen aus Mähren zu seinem endgültigen Durchbruch indem er sich bei seinem Verleger für die Veröffentlichung der ursprünglich als Duette angelegten Kompositionen stark machte. Aufgeführt wurde diese Sammlung tschechisch gesungen in einer Bearbeitung für gemischten Chor und Klavier von Leos Janace und ergänzt mit Mährischen Volkslieder von Janacek gesungen von Annemarie und Karl Heinz Kreisl.

Gustav Jenner wurde auf Empfehlung von Klaus Groth in den Jahren 1888-1894 der einzige Kompositionsschüler von Johannes Brahms. Seine Quartette aus dem Toskanischen für Chor und Klavier gehen textlich ebenso wie zwei Sololieder von Alexander Zemlinsky, gesungen von Anette Hall, auf die 1860 erschienene Sammlung „Canti popolari toscani“ von Giuseppe Tigri zurück aus denen  Ferdinand Gregoriovius eine Auswahl ins Deutsche übersetzt hat.

Bei so viel Brahmsbezügen durften der grosse Meister und seine befreundeten Zeitgenossen im Programm natürlich nicht fehlen. Werner Dold, Lode Vermeersch und Anette Hall interpretierten Duette und Sololieder von Brahms, sowie Clara und Robert Schumann. Von Schumann war auch ein weiterer Chor-Schwerpunkt zu hören: das „Zigeunerleben“ für Chor, Soli und Klavier.

Vokalensemble Februar 2011

Vokalensemble, Februar 2011

Sopran:    Trudy Hau, Beate Kiehne, Annemarie Kreisl,  Annette Scholz, Selina Zanger
Alt:           Christa Bast, Giuliana D’Angelo, Adelheid Füchte, Hildegard Möller-Schön,
.               Corinna Pfund
Tenor:      Viktor Günther, Karl-Heinz Kreisl, Lode Vermersch
Bass:       Wolfgang Bast, Werner Dold, Felix Moser

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